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Professur (W3) für Frauenheilkunde

Universität Augsburg / Klinikum Augsburg. Augsburg, 06.07.2017

Der Freistaat Bayern hat zum 1. Dezember 2016 eine neue Medizinische Fakultät, die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg, mit ihren Forschungsschwerpunkten „Environmental Health Sciences“ und „Medical Information Sciences“ gegründet. Ein wesentlicher klinischer und translationaler Schwerpunkt wird die Tumorforschung sein. Die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg kooperiert im Rahmen der Krankenversorgung mit dem kommunalen Klinikum Augsburg, das zum 1. Januar 2019 in ein Universitätsklinikum in Trägerschaft des Freistaates Bayern umgewandelt werden soll. Das Klinikum Augsburg bietet als Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe nahezu alle Fachrichtungen der Medizin für die rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner des Regierungsbezirks Schwaben. Die Neugründung der Universitätsmedizin ermöglicht es, in Wissenschaft, Lehre und Krankenversorgung innovative Wege zu gehen, die sich bereits in den international attraktiven und interdisziplinären Forschungsschwerpunkten wie auch im ersten Modellstudiengang in der humanmedizinischen Ausbildung in Bayern widerspiegeln.

An der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg ist im Rahmen eines gemeinsamen Berufungsverfahrens mit dem Klinikum Augsburg zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine/einen

Universitätsprofessorin/Universitätsprofessor
der BesGr.W 3 (Lehrstuhl)
für Frauenheilkunde

zu besetzen.

Zu den Aufgaben der zukünftigen Stelleninhaberin/des zukünftigen Stelleninhabers gehören die Vertretung des gesamten Faches der Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Forschung und Lehre sowie die Leitung der Frauenklinik am Klinikum Augsburg, das zum 01.01.2019 in ein Universitätsklinikum übergehen soll.

Die leistungsstarke Frauenklinik mit einer Fallzahl von über 6.200 pro Jahr ist nach DIN ISO 9001:2015 sowie als Brustzentrum und Zentrum für Gynäkologische Krebstherapie zertifiziert. Zusammen mit der II. Klinik für Kinder und Jugendliche ist sie als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level I) anerkannt und baulich in einem eigenen Mutter-Kind-Zentrum untergebracht. Der Teilbereich wird von einer Sektionsleiterin mit Schwerpunkt „Spezielle Geburtshilfe und Perinatologie“ geleitet. Im Mutter-Kind-Zentrum wird eine familienorientierte, dabei medizintechnisch auf höchstem Stand befindliche Geburtshilfe, Perinatologie und ambulante Pränataldiagnostik betrieben. Die jährliche Geburtenzahl liegt aktuell bei knapp 2.200 Geburten.

In der Frauenklinik werden vollumfänglich alle benignen und malignen gynäkologischen Erkrankungen behandelt. Operativ wird das gesamte Spektrum des Faches mit jährlich mehr als 2.200 Eingriffen angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei u.a. auf onkologischen Eingriffen und der Durchführung multiviszeraler Resektionen im interdisziplinären Team.Weitere Schwerpunkte der operativen Gynäkologie sind minimal-invasive laparoskopische Eingriffe und die Beckenboden-Chirurgie, welche in ein Beckenbodenzentrum eingebettet ist. Die Frauenklinik bietet zusätzlich im ambulanten Versorgungssektor das gesamte Spektrum der ambulanten gynäkologischen Eingriffe, die antineoplastische Chemotherapie (mit Teilnahme an einer Vielzahl klinischer Studien) und zahlreiche Spezialsprechstunden an.

Gesucht wird eine klinisch und wissenschaftlich hervorragend ausgewiesene, fachlich wie menschlich überzeugende Führungspersönlichkeit, die das Fachgebiet Gynäkologie und das operative Spektrum der Klinik in seiner ganzen Breite beherrscht.

Die Frauenklinik ist eng vernetzt mit anderen Fachabteilungen des Hauses und auch Teil des interdisziplinären Cancer Center Augsburg. Es wird erwartet, dass sich die zukünftige Leiterin/der zukünftige Leiter der Frauenklinik in die bestehenden bereichsübergreifenden Strukturen am Klinikum Augsburg integriert und die Bereitschaft zeigt, die Schwerpunkte „Environmental Health Sciences“ und „Medical Information Sciences“ der Medizinischen Fakultät in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Medizinstudium, Approbation als Ärztin/Arzt, Anerkennung als Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde, pädagogische Eignung, besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird sowie zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die durch eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachgewiesen oder im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht werden. Des Weiteren sollte die Stelleninhaberin/ der Stelleninhaber ein hohes Engagement in der Lehre ausweisen.

Es ist beabsichtigt, die mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben der Leitung der klinischen Einrichtung einschließlich des damit verbundenen Liquidationsrechts durch Chefarztvertrag zu regeln. Im Vertrag werden die mit der Leitung der klinischen Einrichtung verbundenen Aufgaben einschließlich der Behandlung von Privatpatientinnen und Privatpatienten den Dienstaufgaben zugeordnet. Die Vergütung erfolgt leistungsgerecht mit fixen und variablen Anteilen. Hiervon kann abgewichen werden, wenn eine Professorin/ein Professor schon bisher als Chefärztin/Chefarzt im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit (C 4- bzw. W 3) liquidationsberechtigt war.

Im Falle des Abschlusses des Chefarztvertrages ist auch für die Wahrnehmung der Aufgaben der Professur grundsätzlich ein privatrechtliches Dienstverhältnis vorgesehen. In Ausnahmefällen kann bei Vorliegen der beamtenrechtlichen Voraussetzungen eine Ernennung zur Beamtin/zum Beamten dann erfolgen, wenn die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber bereits eine C 4- bzw.W 3-Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit innehat.

Bewerberinnen/Bewerber dürfen das 52. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Ernennung noch nicht vollendet haben. Ausnahmen von dieser Altersgrenze sind gemäß Art. 10 Abs. 3 Satz 2 BayHSchPG nur in dringenden Fällen möglich.

Die Universität Augsburg strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Für alle Fragen zur Gleichstellung finden Sie die Kontaktdaten der Universitätsfrauenbeauftragten unter: http://www.uni-augsburg.de/einrichtungen/frauenbeauftragte/

Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Darstellung des beruflichen und wissenschaftlichen Werdeganges, Zeugnisse, Promotionsurkunde, Habilitationsurkunde, Ernennungsurkunden, Drittmittelaufkommen, Schriftenverzeichnis, Verzeichnis der akademischen Lehrveranstaltungen, Verzeichnis klinischer Qualifikationen einschließlich der Darstellung operativer Leistungen) sind bis zum 31. August 2017 in elektronischer Form an die Dekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg (dekanin@med.uni-augsburg.de) zu richten. Diese Ausschreibung und weitere aktuelle Informationen können über das Internet (http://www.uni-augsburg.de/de/projekte/medizin/Meilensteine/index.html) abgerufen werden.

Bewerbungsschluss: 31.08.2017