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Professur (W3) für Computergestütztes Materialdesign

Helmut-Schmidt-Universität Hamburg- Universität der Bundeswehr. Hamburg, 28.09.2017

Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) beabsichtigt die Bündelung von Forschungspotenzialen durch die Einrichtung und Stärkung von Forschungsschwerpunkten, die kritische gesellschaftliche Herausforderungen fokussieren und wissenschaftliche Wachstumskerne bilden. Hierzu verstärken die Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Sicherheit und Logistik, Energie und Materialwissenschaften durch die Besetzung von drei Professuren auf den Gebieten Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen für mehrskalige Simulationen, Computergestütztes Materialdesign und Lasertechnik zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium, die besondere pädagogische Eignung sowie die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine herausragende Promotion nachgewiesen wird. Darüber hinaus sind zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die durch ein international sichtbares Forschungsprofil mit methodischer Exzellenz sowie eine herausragende Publikationsleistung in internationalen Fachzeitschriften mit Peer-Review-Verfahren dokumentiert werden, erforderlich. Erfahrung in der Führung von Forschungsgruppen wird vorausgesetzt. Bei der Beurteilung der Bewerberinnen und Bewerber finden die gegenwärtige Phase der wissenschaftlichen Karriere und persönliche Umstände Berücksichtigung. Der Nachweis der erfolgreichen Einwerbung nationaler und internationaler Forschungsförderung ist erwünscht. Von den Inhaberinnen/den Inhabern der drei Professuren wird der Aufbau von Kooperationen und die Vernetzung mit führenden Forschungszentren auf dem jeweiligen Gebiet sowie deren stetige Weiterentwicklung erwartet. Erfahrung in der Beantragung, Koordination und Realisierung interdisziplinärer Forschungsverbünde mit universitären und außeruniversitären Forschergruppen wird erwartet.

Professur W3 für Computergestütztes Materialdesign

(Kennziffer: MB-156)

Die HSU/UniBw H hat das Ziel, den Forschungsschwerpunkt Hochleistungsmaterialien und Fertigungstechnologien weiter zu verstärken. Ein integrierter Ansatz von computergestützten und experimentellen Methoden ist dabei der Schlüssel, um ein grundlegendes Verständnis von Materialeigenschaften zu erlangen und eine effiziente Umsetzung in Produkte mit maßgeschneiderten Funktionalitäten zu erreichen. Erfolgreiche Bewerber(-innen) sollten eine international anerkannte Expertise auf dem Gebiet der computergestützten Materialwissenschaft vorweisen können. Herausragende Forschungsleistungen, idealerweise in einem der folgenden Themenbereiche, werden erwartet:
  • Computergestützte Methoden für das Design komplexer Materialsysteme: Beispielsweise virtuelle Materialentwicklung oder Simulation von Prozesstechnologien für Legierungen und Kompositwerkstoffe (Modelling der Thermodynamik und Kinetik von Phasentransformationen, Finite-Elemente-Methoden)
  • Informationsbasiertes Grenzflächendesign für maßgeschneiderte Eigenschaften: Durch die Funktionalisierung innerer Grenzflächen bzw. Oberflächen sollen neue Eigenschaften erreicht werden, z. B. besondere (Laser-)Licht-Festkörper-Wechselwirkungen wie für Metamaterialien oder bei additiver Fertigung. (ab initio Methoden, Molecular Dynamics)
  • Skalenübergreifende Modellierung und Simulation bzw. Integration von computer gestützten Verfahren: Verständnis der Korrelation zwischen Struktur, Mikrostruktur und Eigenschaften sowie Integration von Funktionalitäten auf unterschiedlichen Skalen (Multiskalensimulation, Verknüpfung bzw. Integration von Molecular Dynamics und Kontinuumsmethoden)
Es wird erwartet, dass Bewerberinnen/Bewerber eine neue Gruppe in einem der genannten Themenfelder aufbauen und enge Vernetzungen etablieren zu den bestehenden Aktivitäten auf dem Gebiet der Materialentwicklung an der HSU/UniBw H (Material- und Prozesstechnologien, Werkstoffmechanik, Numerische Mathematik, Thermodynamik und Molekulardynamik) sowie zu den anderen ausgeschriebenen Professuren. Ziel ist, gemeinsam zur Lösung grundlegender wissenschaftliche Probleme sowie spezifischer anwendungsrelevanter Fragestellungen beizutragen, die von Bedeutung für die Forschungspartner in der Metropolregion Hamburg sind, beispielsweise auch im Rahmen der bestehenden Aktivitäten des Zentrums für Hochleistungsmaterialien (ZHM), des Netzwerks Additive Fertigung, oder des Luftfahrt-Clusters Hamburg.

Die neue Professur hat in den ingenieurwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik in deutscher und englischer Sprache zu lehren, insbesondere im Studiengang Engineering Science: Defence Systems. Neben Grundlagenfächern soll sie vertiefende Lehrveranstaltungen zu ihren jeweiligen Forschungsthemen anbieten.

Die Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik bieten eine hervorragende Ausstattung und Infrastruktur, ein hohes Maß an kollegialer Kooperationsbereitschaft sowie die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung und Mitgestaltung zukünftiger Strukturen in Forschung und innovativer Lehre. Eine angemessene Ausstattung der Professuren mit finanziellen Mitteln und Personal steht zur Verfügung.

Die HSU/UniBw H bietet für Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter sowie Offizierinnen und Offiziere ein wissenschaftliches Studium mit Bachelor- und Masterabschlüssen an, das mit verkürzten Regelstudienzeiten nach dem Trimestersystem durchgeführt und durch interdisziplinäre Studienanteile (ISA) ergänzt wird. In Einzelfällen können Industriestipendiatinnen und Industriestipendiaten aufgenommen werden.
Es wird erwartet, dass die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber die Studierenden auf berufliche Tätigkeiten innerhalb und außerhalb der Bundeswehr, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern, vorbereitet und darüber hinaus Aufgaben auf dem Gebiet der Weiterbildung sowie Lehrangebote im Bereich ISA und im Rahmen von englischsprachigen Studiengängen übernimmt.

Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung von Professorinnen und Professoren richten sich nach dem Bundesbeamtengesetz. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer am Tag der Ernennung das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Erwartet wird ferner, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber über Gleichstellungskompetenz verfügt.

Die Bewerbung behinderter Menschen ist ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Menschen und ihnen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Individuelle behinderungsspezifische Einschränkungen verhindern eine bevorzugte Berücksichtigung nur bei zwingend nötigen Fähigkeitsmustern für den zu besetzenden Dienstposten.

Bewerberinnen bzw. Bewerber werden gebeten, ihrer Bewerbung die fünf wichtigsten Publikationen, eine Darstellung der Lehrerfahrungen, ein Konzept zur Ausgestaltung zukünftiger Forschung und eine Aufstellung der Drittmitteleinwerbungen beizufügen.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte ausschließlich in
elektronischer Form
unter Angabe der
Kennziffer
bis zum 10.11.2017 an:
personaldezernat@hsu-hh.de
www.hsu-hh.de

Bewerbungsschluss: 10.11.2017