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Referent (m/w) für Gründach und Fassadenbegrünung

Freie und Hansestadt Hamburg. Hamburg, 10.10.2017

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Wir bieten Ihnen eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in dem Modellvorhaben „Bau nie ohne! Grün in allen Dimensionen“ im „Experimentellen Wohnungs- und Städtebau“. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer Hamburger Strategie für Fassadenbegrünung und Maßnahmen zu deren Umsetzung. Die Fassadenbegrünung ergänzt das Netzwerk an Grünflächen zu ebener Erde und den begrünten Dachflächen.

Referentin bzw. Referent für Gründach und Fassadenbegrünung

Dienststelle:
Behörde für Umwelt und Energie, Amt für
Naturschutz, Grünplanung und Energie
Stellenanzahl:
1
Die Stelle ist:
  • befristet auf 30 Monate
  • Vollzeit auch teilzeitgeeignet
  • ohne Führungsfunktion
  • schnellstmöglich zu besetzen
Stellennummer:
150049
Die Ausschreibung richtet sich an:
Alle Interessierten
Entgeltgruppe (Tarifbeschäftigte):
EGr. 13 TV-L
Besoldungsgruppe (Beamte):
Nicht für Beamtinnen und Beamte ausgeschrieben
Bewerbungsschluss:
24.10.2017

Wir über uns:

Die Abteilung Landschaftsplanung und Stadtgrün ist innerhalb des Amtes für Naturschutz, Grünplanung und Energie in der Behörde für Umwelt und Energie zuständig für die Sicherung und Entwicklung von Natur und Landschaft als Erlebnis- und Erholungsraum des Menschen, als Lebensraum für wildlebende Pflanzen und Tiere sowie die Erhaltung und Verbesserung der Qualität von Böden, Gewässern, Luft und Klima. Für die Bewältigung dieser Aufgabe nutzt sie das Hamburger Grüne Netz, mit den zwei grünen Ringen, zwölf Landschaftsachsen, 1.300 Parkanlagen und 245.000 Straßenbäumen als konzeptionelles Leitbild. Verankert ist dieses Leitbild im Landschaftsprogramm in einem stadtklimatischen Konzept. Im Rahmen der landschaftsplanerischen Aufgaben werden Projekte und Strategien erarbeitet, um die konzeptionelle Idee des Grünen Netzes auszutragen und umzusetzen. Beispielhaft dafür sind die Qualitätsoffensive Freiraum, die Entwicklung der Landschaftsachse „Horner Geest“, das Projekt RISA - RegenwasserInfrastrukturAnpassung und die Hamburger Gründachstrategie genannt. Die Qualitätsoffen­sive Freiraum ist ein strategischer Planungsansatz mit dem Ziel, dass neue Wohnungsbauvorhaben immer mit einer Aufwertung von Freiräumen im Quartier kombiniert werden sollen und zu einem "grünen Mehrwert" für alle führt. Dies kann nur gelingen, wenn Freiraumentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe verstanden wird und Akteure der Wohnungswirtschaft, der öffentlichen Hand und der Stadtgesellschaft gleichermaßen Verantwortung übernehmen. Das Modellvorhaben „Bau nie ohne! Urbanes Grün in allen Dimensionen“ fügt sich in die Qualitätsoffensive Freiraum und in das Projekt RISA ein und nimmt dabei die Gebäudebegrünung in den Fokus.

Ihr Aufgabenfeld:

Das Aufgabengebiet beinhaltet die Sachbearbeitung in dem vom BMUB geförderten Modellvorhaben „Bau nie ohne!“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) des Bundes im For­schungs­feld „Green Urban Labs“. Kern der Aufgabe wird die Entwicklung einer Fassadenbegrünungs­strategie und Maßnahmen zu ihrer Umsetzung sowie die Weiterentwicklung und Verstetigung der Hamburger Gründachstrategie sein. Der Bauflächenentwicklungsdruck in Hamburg führt zu einer erheblichen Ausweitung und Verdichtung des Stadtraums mit negativen Folgen: Flächenversiegelung, Zunahme des Individualverkehrs mit steigenden (Schall-)Emissionen, sommerliche Hitzespeicherung, Emissionen der Wärme- und Kälteversorgung, Abnahme der natürlichen Wasserversickerungs- und Verdunstungsmöglichkeiten - in ihrem Zusammenwirken also sehr hohe klimatische und gesund­heitliche Belastungen für die Bevölkerung. Der Bau von städtischen klimaaktiven Vegetationsflächen
und emissionsfreien Begrünungstechniken an Fassade und Dach bietet Ansätze die negativen Folgen zu lindern. Aufgabe wird es sein u.a. innovative Wege im Dialog und der Öffentlichkeitsarbeit zu be­schrei­ten, die auf die bereits bestehende Stakeholder Beteiligung aufbaut. Eine wichtige Zielgruppe in der Öffentlichkeitsarbeit sind die Grundstückbesitzerinnen bzw. Grundstückbesitzer und Bauherren sowie die Verbände, Baupraxis, Forschung, Politik und Verwaltung.
In dem Modellvorhaben werden Aspekte der Umweltgerechtigkeit, Mehrfachnutzung/Multicodierung und grünen Infrastruktur aufgegriffen und in Beziehung zu weiteren aktuellen städtischen Themen, wie Inte­gration, Gesundheit, Bildung oder Klima gesetzt. Im Modellvorhaben sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Lebensqualität durch grüne Projekte verbessert werden können. Das vom Bund finanzierte Modellvorhaben ist als Lab angelegt und in der Bearbeitung dieses Modellvorhabens sollen kreative Prozesse erprobt werden, die auch einer anderen Logik als der des „klassischen“ Umgangs mit Grünanlagen im Stadtraum erfolgen.
Schwerpunkt des Arbeitsbereiches ist die Sachbearbeitung im Hamburger Modellvorhaben „Bau nie ohne! Grün in allen Dimensionen“ und Unterstützung der Projektleitung.
  • Entwicklung einer Fassadenbegrünungsstrategie und Maßnahmen zu ihrer Umsetzung, u. a. Mitwirkung bei der Erstellung eines Kommunikationskonzepts für Fassadenbegrünung, Öffent­lichkeitsarbeit zur Fassadenbegrünungs- und Gründachstrategie, Durchführung von Fachveran­staltungen und Publikumsevents, Erstellung eines anwendungsorientierten Guides für Fassaden­begrünung.
  • Weiterentwicklung und Verstetigung der Hamburger Gründachstrategie, u. a. verstärkte Verankerung von Festsetzungen zu Fassadenbegrünung und nutzbaren Dachgärten in der Bebauungsplanung und in städtebaulichen Verträgen, Aufbereitung von Lebenszykluskostenbetrachtungen von Gebäudebe­grünungsmaßnahmen, Mitwirkung bei der Erstellung eines Leistungskatalogs zum Monitoring von Bauwerksbegrünungen.
  • Vorbereitende Arbeiten zur Umnutzung der obersten Etage einer Parkpalette für Freizeitaktivitäten und Nahrungsmittelerzeugung, u. a. Begleitung der Bürgermitwirkung und fachliche Beratung.
  • Teilnahme und Mitwirkung an öffentlichen Fachveranstaltungen, Erfahrungswerkstätten und Koordinierungsrunden in ganz Deutschland sowie Berichterstattung im Forschungsfeld des BBSR/BMUB.

Was müssen Sie mitbringen?

Sie verfügen über einen Hochschulabschluss (Master oder vergleichbar) in der Fachrichtung Land­schafts­planung/Landespflege oder einer vergleichbaren Studienfachrichtung oder über gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen.

Was sollten Sie außerdem mitbringen?

Fachliche Voraussetzungen
  • Umfassende Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Landschafts- und Freiraumplanung einschließlich verwaltungsrechtlicher Grundlagen, Methoden und Instrumentarien,
  • Erfahrungen im konzeptionellen und interdisziplinären Arbeiten der Stadt- und Freiraumplanung sowie die Fähigkeit innovative Lösungsansätze zu entwickeln,
  • Kenntnisse von Methodik und Formen partizipativer Planungsprozesse,
  • Erfahrungen in der Projektentwicklung und -steuerung,
  • Erfahrungen im Bereich der Gebäudebegrünung, Stadt- und Landschaftsökologie sowie im Regenwassermanagement sind von Vorteil,
  • Sicherer Umgang mit den Microsoft Standardanwendungen.
Persönliche Voraussetzungen
  • Eine besondere Herausforderung der Arbeitsstelle ist die Einhaltung der für das Förderprojekt bereits weitgehend vorgegebenen Zeit- und Finanzierungsplanung. Alle durch Fördermittel finanzierten Maßnahmen müssen bis September 2020 abgeschlossen und abgerechnet sein.
  • Bereitschaft zum Reisen und zur Teilnahme an Konferenzen.
Darüber hinaus wären wünschenswert:
  • Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten sowie Verantwortungsbewusstsein,
  • querschnittsorientiertes und interdisziplinäres Denken,
  • Teamfähigkeit und Flexibilität,
  • Verhandlungsgeschick,
  • Durchsetzungsvermögen,
  • Koordinierungsvermögen und Organisationsgeschick,
  • Urteilsvermögen,
  • gute rhetorische und kommunikative Fähigkeiten,
  • mündlich und schriftlich treffsicherer und genauer Ausdruck,
  • Souveränes Auftreten.

Was bieten wir Ihnen?

Als Arbeitgeber unterstützen wir Frauen und Männer dabei, ihre persönliche Lebensplanung und fami­liäre Verantwortung soweit wie möglich mit den Interessen der Dienststelle zu vereinbaren. Deshalb setzen wir eine große Bandbreite an Maßnahmen ein, die unseren Beschäftigten eine bessere Balance von Beruf und Familie ermöglichen.

Kontakt:

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Projektleiterin Frau Dr. Bornholdt Tel. 040/428 40-3057 gern zur Verfügung.

So bewerben Sie sich:

Ihre vollständige Bewerbung senden Sie uns bitte unter Angabe der Kennziffer A 592 entweder Behörde für Umwelt und Energie
Personalservice
Kennziffer A 592
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg.
Neben einem aussagekräftigen Anschreiben mit eigenhändiger Unterschrift, in dem Sie erläutern, inwieweit Sie das Anforderungsprofil erfüllen, benötigen wir die folgenden Unterlagen von Ihnen:
  • tabellarischer Lebenslauf,
  • Studiennachweis (Masterurkunde) und Abschlusszeugnis,
  • aktuelle Beurteilung bzw. aktuelles Zeugnis, nicht älter als drei Jahre (siehe auch Hinweise zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren),
  • relevante Fortbildungsnachweise,
  • einen Nachweis über Ihre Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung (falls vorhanden) sowie
  • nur bei Bewerberinnen und Bewerbern aus dem öffentlichen Dienst: Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in Ihre Personalakte unter Angabe der personalaktenführenden Stelle.
Hinweise:
Kosten, die Ihnen durch die Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch entstehen, können wir Ihnen leider nicht erstatten.
Sofern Sie Ihrer Bewerbung einen ausreichend frankierten und adressierten Rückumschlag beifügen, erhalten Sie Ihre Unterlagen selbstverständlich unaufgefordert zurück.

Weiterführende Links:

Behörde für Umwelt und Energie
Personalservice
Kennziffer A 592
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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Bewerbungsschluss: 24.10.2017