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Stipendienausschreibung Nachwuchsforschungsgruppe "Migration und Flucht: Theater als Verhandlungs- und Partizipationsraum im deutschfranzösischen Vergleich (1990 bis heute)"

Hans-Böckler-Stiftung. Saarbrücken, 11.08.2017


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Stipendienausschreibung Nachwuchsforschungsgruppe
„Migration und Flucht: Theater als Verhandlungs- und Partizipationsraum im deutsch­französischen Vergleich (1990 bis heute)“
An der Universität des Saarlandes sind im Rahmen der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Nachwuchsforschergruppe, geleitet von Prof. Dr. Romana Weiershausen und PD Dr. Natascha Ueckmann, voraussichtlich zum Mai/Juni 2018 drei Promotionsstipendien in Höhe von 1.450 € (umfasst 1.350 Euro Grundstipendium, 100 Euro Forschungskostenpauschale) monatlich für eine Laufzeit von maximal drei Jahren zu vergeben. Zusätzlich können bis zu 100 Euro Krankenkassenzuschuss und ggf. Familienzulagen gezahlt werden.
Die Nachwuchsforschergruppe untersucht Theaterstücke über Flucht und Migration, die von 1990 bis heute entstanden sind. Das Projekt verfolgt konsequent eine komparatistische (deutsch-französische) Perspektive. Denn es besteht die Vermutung, dass trotz der globalen und transkulturellen Thematik der Bezugsrahmen nationaler Traditionen wirksam bleibt. Die Promotionsprojekte sollen jeweils einen der folgenden drei Schwerpunkte adressieren.
I. Intertextualität und ihr Verhältnis zur Nationalkultur
In der Auseinandersetzung mit Alterität wird häufig auf ältere Texte und Modelle der Literaturgeschichte Bezug genommen. Dabei lassen sich zwei verschiedene Tendenzen untersuchen: eine Intertextualität, bei der die Thematik im Kontext einer Nationalkultur verhandelt wird, und eine Intertextualität, die dezidiert eine transnationale Perspektive ermöglicht, indem auf länderübergreifend rezipierten Klassikern der Weltliteratur aufgebaut wird. Im Raum der Kunst eröffnet sich so ein intertextuelles Netz über Zeiten und Grenzen hinweg, welches auch die Geschichten Geflüchteter und Migrant*innen einbeziehen kann.
II. Theater und Schule im Kontext der Einwanderungsgesellschaft
In den Stücken, die die Schule als Brennpunkt eines mehrkulturellen Zusammenlebens zum Gegenstand haben, wird die Bedeutung von Theater als Verhandlungs- und als Partizipationsraum besonders greifbar. Welche Identitätszuschreibungen und Bilder vom ,Fremdsein’ werden in Theaterstücken entwickelt, die von jungen Deutschen bzw. Franzosen in einem gesellschaftlichen Kontext, der von Migration geprägt ist, handeln? Dies kann sich auf eine Untersuchung von Theatertexten über Schule richten oder auch auf Theaterarbeit an Schulen. Bei einer Ausrichtung auf theaterpraktische Schulprojekte sollte der Bewerber/die Bewerberin eine pädagogische Qualifikation (z.B. Lehramts-Examen o.a.) mitbringen.
III. Grenzüberschreitungen zwischen Bühnen-Fiktion und Authentizität
Auffallend oft wird in Theaterstücken über Fremdheit, Migration und vor allem über Flucht der Rahmen des Fiktionalen gebrochen und der Realitätsanspruch in den Theaterstücken markiert, z.B. durch Elemente des Dokumentarischen wie Passagen aus authentischen Erzählungen und Interviews oder Originaldokumenten oder auch durch die Einbindung von ,Experten des Alltags/Lebens’. Diese Grenzüberschreitungen zwischen Realität und Kunst sind hinsichtlich ihrer Ausprägungen, Funktion und Wirkung zu untersuchen.
Bewerbung:
Voraussetzungen: Master-, Lehramts- (oder vergleichbarer) Abschluss zu mindestens einem der beteiligten Sprachräume mit literatur- oder theaterwissenschaftlichem Anteil (wie z.B. Germanistik/Deutsch, Romanistik/Französisch, Europäische Studien, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft oder Transkulturelle Studien o.ä.); Sprachkenntnisse in Deutsch und Französisch auf muttersprachlichem oder C1-Niveau des Europäischen Referenzrahmens.
Über die Vergabe der Stipendien wird nach den Auswahl- und Förderungskriterien der Hans- Böckler-Stiftung entschieden. Neben einem überdurchschnittlichen Studienabschluss (mind. „gut“) zählt dazu ein gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement.
Hinweise zu den einzureichenden Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: https://www.boeckler.de/92.htm. Diese sind bis zum 15. September 2017 zusammen mit einem Kurz-Exposé (ca. 3 Seiten) einzureichen, in dem das geplante Vorhaben skizziert und in das Forschungsprogramm der Nachwuchsgruppe eingeordnet wird. Wenn Sie in die engere Auswahl kommen, ist ein reguläres Exposé (ca. 10 Seiten) nachzureichen. Die Projektvorschläge sollten deutsch-französisch vergleichend angelegt sein.
Senden Sie Ihre Bewerbung bitte bis zum 15.09.2017 an:
Prof. Dr. Romana Weiershausen: romana.weiershausen@uni-saarland.de
Priv.-Doz. Dr. Natascha Ueckmann: ueckmann@uni-bremen.de
Die Leiterinnen stehen für weitere Auskünfte und Rückfragen zur Verfügung.
Ausführliche Darstellung des Gesamtprojekts:
http://theatertexte.uni-saarland.de/flucht-migration/


Bewerbungsschluss: 15.09.2017