In Hilfsorganisationen für die Beschaffung finanzieller Mittel verantwortlich zu sein und gezielt Marketingaktivitäten zu entwickeln, ist ihr Berufswunsch? Dann werden Sie Fundraiser und unterstützen Sie Organistationen wie Caritas, die Kindernothilfe oder andere »Verbände und Vereine mit gemeinnütziger Ausrichtung. Egal aus welcher Fachrichtung Sie kommen, Quereinsteiger sind herzlich willkommen. Damit Sie den passenden Job finden können, schauen Sie sich die aktuellen Stellenangebote für Fundraiser in unserem Stellenmarkt an. Möglicherweise ist Ihre Traumstelle unter den Ausschreibungen.
Arbeit als Fundraiser
Die Arbeit als Fundraiser ist sehr vielseitig und kann für jeden, der sich sozial engagieren möchte, überaus erfüllend sein. Ein Bedürfnis nach beruflicher Veränderung kann natürlich trotzdem entstehen. Glücklicherweise gibt es viele Jobangebote für Fundraiser, sodass eine Neuorientierung jederzeit möglich ist.
Karriere in der Privatwirtschaft
Es liegt in der Natur einer NGO, dass sie ihre Ausgaben auf ihr eigentliches Ziel konzentriert, nicht auf die Gehälter ihrer Mitarbeiter. Diese erreichen daher selbst in großen Organisationen spätestens bei 60.000 Euro ihre Obergrenze. Das tatsächliche Einkommen der meisten Fundraiser liegt jedoch deutlich darunter. Wer für seine Fähigkeiten als Kommunikationsexperte, Organisationstalent und Budgetplaner eine bessere Entlohnung erwartet, muss sich daher in Richtung Privatwirtschaft orientieren.
Die Arbeit der Fundraiser hat besonders große Schnittmengen mit denen von Spezialisten in Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und PR, ein Wechsel kann hier oft ohne Zusatzqualifikationen erfolgen. Die Gehälter variieren dabei stark nach Firmengröße - je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen zählt, desto besser ist in der Regel die Vergütung. Eine weitere Faustregel ist, dass Unternehmen tendenziell besser zahlen als Agenturen. Marketing- und Vertriebsspezialisten verdienen durchschnittlich zwischen 67.000 und 88.000 Euro, Führungskräfte in diesem Bereich dürfen 86.000 bis 144.000 Euro erwarten. Die Gehälter in der PR liegen für einfache Referenten beziehungsweise Berater mit 30.000 bis 50.000 Euro deutlich darunter. Auf Führungsebene gleichen sich die Verdienstmöglichkeiten in Marketing und PR wieder an.
Neuorientierung als Fundraiser
Wer dem Beruf des Fundraisers treubleiben, sich aber auf diesem Gebiet umorientieren will, hat Jobangebote von sehr unterschiedlichen Organisationen zur Auswahl. So ist das Können von Fundraisernbei politischen Parteien und Interessensvertretungen, Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Sportvereinen und sozialen Einrichtungen gefragt. Darüber hinaus brauchen aber auch Krankenhäuser sowie Universitäten und Fachhochschulen Unterstützung bei der Beschaffung von Geld-,Sach- und Zeitspenden.
Finanzielle Zuschüsse gewährt häufig die EU. Mittlerweile ist es daher für Fundraiser möglich, einen Schwerpunkt auf die Akquise dieser Fördermittel zu legen. In der Fortbildung zum EU-Fundraiser, die von Anbietern wie emcra und EuroConsults durchgeführt wird, lernen die Teilnehmer über mehrere Tage alle wichtigen Grundlagenvon der Antragsstellung über die Projektplanung und -durchführung bis hin zur Abrechnung.
Unabhängig arbeiten als Selbstständiger
Schließlich ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit eine überlegenswerte Maßnahme. Mit einer eigenen PR-Agentur oder einem Beratungsunternehmen für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising ist es möglich, gleich mehrere NGOs zu unterstützen. Die Verdienstmöglichkeiten können hier deutlich besser sein als im Angestelltenverhältnis, insbesondere wenn neben gemeinnützigen Organisationen auch Kunden aus der Privatwirtschaft in der Öffentlichkeitsarbeit beraten werden.