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Ingenieur (m/w) Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften / Gruppenleitung "Mechanisch-Thermisch-Chemische (MTC) Versuchseinrichtungen"

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Augsburg, 22.05.2018

Starten Sie Ihre Mission beim DLR.

Das DLR ist das Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die Raumfahrtagentur der Bundesrepublik Deutschland. Rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen gemeinsam an einer einzigartigen Vielfalt von Themen in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung. Ihre Missionen reichen von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten von morgen. Spitzenforschung braucht auf allen Ebenen exzellente Köpfe – insbesondere noch mehr weibliche – die ihre Potenziale in einem inspirierenden Umfeld voll entfalten. Starten Sie Ihre Mission bei uns.
Für unser Institut Test und Simulation für Gasturbinen in Augsburg suchen wir eine/n

Ingenieurin oder Ingenieur Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften o. ä.

Gruppenleitung "Mechanisch-Thermisch-Chemische (MTC) Versuchseinrichtungen"
Ihre Mission:
Das DLR baut in Augsburg das neue Institut für Test und Simulation für Gasturbinen (SG) auf. Im Bereich der Prüfung von Werkstoffen und Bauteilen unter gleichzeitiger mechanischer, thermischer und chemischer Last (MTC) wird eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Forscherinnen und Forschern sowie Technikerinnen und Technikern aufgebaut. Es werden mehrere anspruchsvolle und einzigartige Prüfeinrichtungen entwickelt, aufgebaut und betrieben. Mit chemischen Lasten ist der korrosive Einfluss der Verbrennungsgase auf Werkstoffe bei hohen Temperaturen gemeint. Dabei sollen die Lastbedingungen von Gasturbinen und Triebwerken möglichst realitätsgetreu z.B. durch zyklische und transiente Versuche abgebildet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Interaktionen bei gleichzeitigen mechanischen, thermischen und chemischen Lasten.
Ziel der Untersuchungen ist die experimentelle Bestimmung der Versagensmechanismen und der resultierenden Lebensdauer von Hochleistungswerkstoffen und deren Beschichtung unter den genannten Lasten. Als Werkstoffe sind vor allem intermetallische Verbindungen wie z.B. Titan-Aluminide, faserverstärkte Keramiken (CMC) und additiv hergestellte Metalle im Fokus des Instituts. Dabei müssen die wissenschaftlichen Prüfeinrichtungen spezifiziert, beschafft und in den wissenschaftlichen Betrieb überführt werden. Zudem müssen die Anforderungen an die Gebäude- und Prüfinfrastruktur abgeleitet werden. Am Institut wird auch die Simulationsplattform „Virtual Engine“ aufgebaut, die das Betriebsverhalten von Triebwerken in ihrer Gesamtheit durch ein Zusammenwirken mehrerer Simulationstools berechenbar macht. Dabei fließen auch numerische Methoden zur Berechnung der Langzeitschädigung und Degradation für Werkstoffe und Bauteile ein, die durch Experimente auf allen Skalenebenen validiert werden müssen. Eine reibungslose Zusammenarbeit mit Experten im Bereich Simulation ist deshalb wichtig und muss von der Leitung der Gruppe aktiv unterstützt werden.
Für die Abteilung „Testbetrieb und Messverfahren (TMV)“ des Instituts ist die Gruppenleitung „Mechanisch-Thermisch-Chemische (MTC) Versuchseinrichtungen“ zu besetzen. Sie bauen die Gruppe auf und entwickeln diese, in Zusammenarbeit mit der Instituts- und Abteilungsleitung, fachlich und strategisch weiter. Sie führen, fordern und fördern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe. Sie stellen sicher, dass neue experimentelle Verfahren und die zugehörigen Messverfahren entwickelt bzw. weiterentwickelt und – in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern – auf reale Turbinenbauteile und -Werkstoffe angewendet werden. Sie sorgen dafür, dass auf jeder Skalenebene die Validierung der numerischen Verfahren durch gezielte Werkstoff- und Bauteilsimulationen verfolgt wird. Die Arbeiten des Instituts sind inner- und außerhalb des DLR stark vernetzt. Die Fähigkeit zu interdisziplinärem Arbeiten über Abteilungs- und Institutsgrenzen hinweg und eine integrative Teamfähigkeit werden deshalb vorausgesetzt. Dies schließt auch die Bereitschaft zu Reisetätigkeiten ein.
Ihre Qualifikation:
  • Diplom/Master und Promotion im Bereich Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften oder verwandten Disziplinen insbesondere mit Schwerpunkt in der Entwicklung und Durchführung von Bauteil- und Werkstoffversuchen bei hohen Temperaturen
  • durch umfangreiche, praktische Erfahrung nachgewiesene Kenntnisse im Bereich der experimentellen Untersuchung des Werkstoffverhaltens, der Versagensvorgänge sowie der Entstehung und Ausbreitung von Rissen in metallischen Werkstoffen unter statischer und dynamischer Last
  • gute Kenntnisse in der mikroskopischen Analytik, insbesondere der Identifizierung und Charakterisierung von Versagensmechanismen
  • Hintergrundwissen über und Verständnis für die Anforderungen numerischer Verfahren zur Berechnung der physikalischen Phänomene, die in den Versuchen direkt oder indirekt gemessen werden
  • erste Erfahrung in der Leitung und Führung von Forschungsgruppen und von Forschungsprojekten
  • Quantifizierbare Erfolge in der Akquise von Forschungsprojekten und der Einwerbung von Drittmitteln
  • gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache
  • Erfahrung in der Durchführung von Versuchen unter Druck und Medieneinfluss ist von Vorteil
  • Kenntnisse des Versagens von faserverstärkten Keramiken (CMC) sind von Vorteil
  • Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Weiterentwicklung der Messtechnik für Versuche unter extremen Bedingungen sind von Vorteil
  • Erfahrung mit der Untersuchung der Wechselwirkungen der o. g. Versagensphänomene bei gleichzeitiger mechanisch-thermisch-chemischer Belastung wären ideal
Ihr Start:
Freuen Sie sich auf einen Arbeitgeber, der Ihr Engagement zu schätzen weiß und Ihre Entwicklung durch vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten fördert. Unser einzigartiges Arbeitsumfeld bietet Ihnen Gestaltungsfreiräume und eine unvergleichbare Infrastruktur, in der Sie Ihre Mission verwirklichen können. Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf sowie Chancengleichheit von Frauen und Männern sind wichtiger Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bevorzugen wir bei fachlicher Eignung.
Fachliche Fragen beantwortet Ihnen gern Herr Prof. Dr. Stefan Reh telefonisch unter +49 821 319874-2010. Weitere Informationen zu dieser Position mit der Kennziffer 20447 sowie zum Bewerbungsweg finden Sie unter www.DLR.de/dlr/jobs/#27249.
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