Die Arbeit als Erzieher, Pädagoge & Sozialarbeiter
In sozialen Berufen ausgebildete Fachkräfte wie Erzieher, Pädagogen und Sozialarbeiter sind - besonders im öffentlichen Dienst - in vielen Positionen als Experten gefragt. Mit den entsprechenden Qualifikationen stehen ihnen aber auch andere Berufsfelder und leitende Funktionen offen.
Erzieher: Vor allem für die Kleinen
Erzieher arbeiten vorwiegend in der Kinderbetreuung, in Beratungsstellen für Suchtkranke oder Familien, in Kinderkliniken, Internaten, Grund- und Sonderschulen. Auch Erholungs- und Ferienheime oder Ferienlager können unter der Aufsicht eines Erziehers stehen. Es gibt derzeit sehr viele Jobangebote in diesem Bereich.
Der Verdienst von Erziehern hängt von der jeweiligen Einrichtung ab. Ist der Arbeitgeber der Bund oder die Kommune, wird das Einkommen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bestimmt und liegt zwischen 2.542 und 3033 Euro. Wer als Erzieher die Karriereleiter hinaufklettern möchte, sollte sich zum Fachwirt für Erziehungs- oder Sozialwesen weiterbilden lassen (TVöD 2.700 bis 3.458 Euro), Sonderpädagoge werden (TVöD 2.648 bis 3.441) oder den Bachelor in Erziehungs- und Bildungswissenschaften erwerben und etwa Berufsberater werden (Gehalt nach TV-BA 2.553 Euro monatlich brutto).
Pädagogen für Bildungsvermittlung
Vor allem die verschiedenen Schulformen haben Jobangebote für Pädagogen, außerdem Kindergärten und Vorschulen. Erziehungsberater, Jugendberater und Jugendpfleger im öffentlichen Dienst verdienen nach dem TVöD zwischen 3.121 und 4.949 Euro brutto monatlich, Suchtberater 3.121 bis 4041 Euro. Allerdings können Pädagogen sich auch in gänzlich anderen Bereichen einsetzen lassen, etwa in der Sozialpädagogik, der Lernmittelentwicklung oder in der Personalplanung.
Wer leitende Tätigkeiten übernehmen möchte, muss sich entweder einer spezifischen Weiterbildung unterziehen oder ein Masterstudium absolvieren. Bildungsmanager im öffentlichen Dienste können mit einer Vergütung von 3.852 bis 4.670 Euro brutto monatlich rechnen, Dozenten für Erwachsenenbildung mit 3.121 bis 4.041 Euro. Die Gehälter in der privaten Wirtschaft können hiervon deutlich abweichen und orientieren sich an Faktoren wie Branche und Firmengröße.
Immer am Brennpunkt: Sozialarbeiter
Es gibt kaum eine Einrichtung, in der Menschen zusammenkommen, in der Sozialarbeiter nicht arbeiten können: Sie können in Schulen, Berufs- und Fachakademien eingesetzt werden, aber auch soziale Berufe in Kinder-, Jugend-, Alten- und Pflegeheimen, in Sozial-, Gesundheits- oder Jugendämtern ergreifen. Sozialarbeiter können in Obdachlosenheimen wirken, in Beratungsstellen für Familien und Suchtkranke und auch im Strafvollzug.
Wer sich als Sozialarbeiter weiterbilden möchte, kann sich in Projektmanagement und Rechtsfragen zum sozialen Bereich ausbilden lassen oder ein Masterstudium absolvieren. Bewährungshelfer etwa verdienen nach dem TV-L zwischen 3.090 und 4.001 Euro brutto monatlich, Diakone zwischen 2.264 und 3.187 Euro, Streetworker zwischen 3.121 und 4.949 Euro. Eine Promotion ist Voraussetzung für eine wissenschaftliche Laufbahn an Hochschulen, aber auch hilfreich in Wirtschaft, Forschung und Verwaltung.