Volontäre und Trainees: Einsatzmöglichkeiten nach der Ausbildung
Wenn Volontäre und Trainees mit ihrer Ausbildung fertig sind, stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten von der Festanstellung bis zur freiberuflichen Tätigkeit offen. Je nach Branche variieren dabei die Zahl der Jobangebote und die Einstiegsgehälter sehr stark - und in einigen Berufsfeldern ist zudem die Konkurrenz groß.
Nach dem Volontariat: Jobangebote für Nachwuchskräfte
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer journalistischen Ausbildung können Volontäre in ihrer Ausbildungsredaktion theoretisch je nach Medium zum Beispiel als Print-, Hörfunk- oder Online-Redakteure weiterarbeiten. Die Vergütung regelt bei tarifgebundenen Verlagen der Manteltarifvertrag für Journalistinnen und Journalisten. Für Redakteure bei Tageszeitungen im ersten bis dritten Berufsjahr liegt das Jahresgehalt bei rund 36.000 Euro brutto.
Eine Übernahme nach dem Volontariat ist jedoch längst nicht in jeder Redaktion vorgesehen - oft wird lediglich ein neuer Volontär eingestellt, der den fertig ausgebildeten ersetzt. Ob eine Chance auf Übernahme besteht, sollten angehende Volontäre gleich bei der Vertragsunterzeichnung klären und sich auch im Verlauf der Ausbildung immer wieder nach Möglichkeiten erkundigen. Besteht keine Chance auf Weiterbeschäftigung, bedeutet das für viele junge Journalisten erst einmal den Weg in die Freiberuflichkeit - denn in vielen Redaktionen sind feste Neueinstellungen eine Seltenheit geworden. Gut beraten sind freie Journalisten, die sich spezialisieren, Netzwerke knüpfen, offen für neue Medientrends sind und sich technisch weiterbilden. Verlagslektoren arbeiten nach dem Ende ihres Volontariats ebenfalls oft auf freiberuflicher Basis. Auch wenn Honorare frei verhandelbar sind, sollten sie sich nicht unter Wert verkaufen.
Der Weg in die PR ist eine weitere Möglichkeit für ehemalige Volontäre, um einen neuen Arbeitsmarkt zu entdecken. Jobangebote für Pressereferenten finden sich weit häufiger als solche für Redakteure. Das Einstiegsgehalt richtet sich nach der Branche, ist in kleinen und mittleren Unternehmen aber häufig in etwa dem von Redakteuren gleichzusetzen. Das durchschnittliche Jahresgehalt beträgt in PR-Berufen etwa 43.000 Euro brutto.
Nach dem Traineeprogramm: Start in die Karriere
Wirtschaftsunternehmen stellen ihre Trainees oft mit dem Ziel ein, sie nach ihrer Ausbildung als junge Führungskräfte zu übernehmen. Ist dies nicht der Fall, so lohnt sich häufig ein Besuch auf einer Jobmesse. Besonders Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern stehen nach ihrem Traineeprogramm viele Jobangebote in zahlreichen Branchen offen.
Das Einstiegsgehalt ist gegenüber dem durchschnittlichen Trainee-Gehalt von 36.000 Euro dann entsprechend höher. Auch hier gibt es jedoch große Unterschiede. Unternehmensgröße und Branche sind entscheidende Faktoren. Wer nach seinem Traineeprogramm in einem großen Konzern in der Maschinenbau- oder Elektrobranche, einer Bank oder der chemischen Industrie einsteigt, erhält in der Regel ein überdurchschnittliches Jahresgehalt. Hier verdienen bereits Trainees 40.000 Euro und mehr.