Sie haben den Doktortitel frisch in der Tasche und suchen Ihre erste Stelle? Nach erfolgreich abgeschlossener Promotion warten spannende Projekte an »Universitäten oder »Forschungsinstituten auf Sie. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über ausgeschriebene Postdoc-Stellen, die für Sie interessant sein können, um wissenschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen bzw. weitere Erfahrungen in anderen Forschungsinstituten zu sammeln.
Arbeit als Postdoktorand
Postdoktoranden haben sich entschieden, ihr Leben auch nach der Promotion weiterhin in den Dienst der Wissenschaft zu stellen. Eine universitäre Karriere scheint oft vorgezeichnet zu sein, ist aber nicht der einzige Weg für die berufliche Entwicklung.
Vorausschauend Weichen stellen
Unabhängig davon, ob er später eine Karriere an der Hochschule oder in der freien Wirtschaft anstrebt, kann ein Postdoktorand schon vorab seine Erfolgsaussichten verbessern. Plant er etwa, ins Ausland zu gehen oder Projekte zu betreuen, in denen internationale Zusammenarbeit eine Rolle spielt, sollte er rechtzeitig seine Englisch- und etwaige andere Sprachkenntnisse vertiefen. Sofern seine Zeit es zulässt, kann er auch weitere Fähigkeiten schulen, die ihm später nützlich sein könnten: beispielsweise das Halten einer Präsentation oder betriebswirtschaftliches Wissen. Schließlich ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft ein großes Netzwerk hilfreich - sei es um auf Jobangebote aufmerksam zu werden oder um mit einer Empfehlung einen Vorteil im Bewerbungsprozess zu erlangen.
Wissenschaftliche Karriere
Wer der Forschung verbunden ist, strebt häufig eine Laufbahn an der Hochschule an. Während ein wissenschaftlicher Mitarbeiter je nach Besoldungsgruppe ein monatliches Grundgehalt zwischen 3.691 und 5.162 Euro bezieht, wird eine Juniorprofessur mit Besoldungsgruppe W1 mit 4.056 Euro vergütet, eine W2- und W3-Professur mit 4.626 beziehungsweise 5.605 Euro. Hinzu können Forschungs- und Lehrzulagen kommen. Die tatsächliche Bezahlung hängt dabei immer vom jeweiligen Bundesland ab.
Vielfältige Möglichkeiten in der freien Wirtschaft
Ein großer Teil des akademischen Mittelbaus hat lediglich eine befristete Stelle inne, Stellenangebote für eine Professur sind vorhanden, aber rar. Dieser unsichere Ausblick in die Zukunft veranlasst manche Postdoktoranden, nach dem Abschluss ihres Projektes in die Privatwirtschaft zu wechseln - sofern sie ihre Forschung nicht ohnehin schon dort betrieben haben. Die Verdienstmöglichkeiten für Postdoktoranden sind hier grundsätzlich gut, immerhin haben sie bereits unter Beweis gestellt, dass sie sich lange und gründlich mit einem Thema auseinandersetzen können.
Welches Einkommen sie erwarten dürfen, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Den größten Einfluss hat die Fachrichtung: Forscher in der Medizin bekommen im Schnitt ein Gehalt von 78.000 Euro, dieses kann jedoch auch leicht den sechsstelligen Bereich erreichen. Mit durchschnittlich 64.000 Euro beziehungsweise 59.000 Euro sind Chemiker und Ingenieure die weiteren Spitzenverdiener. Zwar lässt sich an der fachlichen Ausrichtung nachträglich nichts mehr ändern. Dafür können ehrgeizige Postdoktoranden aller Disziplinen jedoch ihre Verdienstaussichten verbessern, indem sie ihren Arbeitsplatz bei einer sehr großen Firma wählen - bevorzugt im Süden oder Westen der Republik.