Professur für Expanded Gaming (m/w/d) Kunsthochschule für Medien Köln
Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) fordert die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den medialen Künsten. Mit ihrem Projektstudium „Mediale Künste“ mit Diplomabschluss setzt sie einen Schwerpunkt auf Künstlerische Praxis in enger Verbindung mit der Entwicklung medientechnischer und -theoretischer Kompetenzen. Die Kunsthochschule verfolgt einen interdisziplinären Ansatz in der Lehre und Erforschung von Medien und Bildender Kunst.
An der Kunsthochschule für Medien Köln ist in der Fächergruppe exMedia ab dem Wintersemester 2027/28 folgende Stelle zu besetzen:
Professur für Expanded Gaming (m/w/d) Besoldungsgruppe W2
Vollzeit / Unbefristet
Die Besetzung der Stelle kann bei Vorliegen der Voraussetzungen sowohl im Beamtenverhältnis als auch in einem unbefristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis erfolgen.
Gesucht wird ein*e Kolleg*in mit einer interdisziplinären Kunstpraxis, die sich auf Games konzentriert, die kritisch, inklusiv und interdisziplinär ausgerichtet und in einem breiteren Kontext gesellschaftlich relevanter künstlerischer Auseinandersetzung verortet sind.
Fester Bestandteil dieser Professur ist eine etablierte künstlerische und wissenschaftliche Praxis mit wachsender nationaler und internationaler Ausstrahlung sowie eine nachweisliche Präsenz im Bereich Interactive Art & Games. Voraussetzung ist eine nachgewiesene Erfahrung in der Begleitung von Studierenden, in der Förderung kreativer Risikobereitschaft sowie in der Stärkung authentischer künstlerischer Stimmen. Entscheidendes Kriterium ist eine ausgewiesene trans- oder postdisziplinäre Forschungspraxis, die einen oder mehrere der folgenden Bereiche umfasst: Games als Kunstform; virtuelle Welten und ökologische Games; visuelles, akustisches, Interface- und narratives Design; Games als soziale Praxis; sowie die physische und verkörperte Verbindung von Games zu Play und Performance. Voraussetzung ist zudem Erfahrung in der Vermittlung und Verbreitung von Arbeiten auf verschiedenen innovativen Plattformen und in unterschiedlichen kulturellen Kontexten (Live-Events, Ausstellungen, ortsspezifische Praktiken, mobile und webbasierte Medien etc.).
Verortet in der Fächergruppe exMedia, als Teil des neu eingerichteten Schwerpunkts "Art & Technology", ist die Lehre und Entwicklung innovativer Ansätze zu einem erweiterten Feld des Gamings als technologisches, aber auch ästhetisches und kulturelles Phänomen fester Bestandteil dieser Professur. Dies gilt ebenso für die Förderung künstlerischer und experimenteller Zugänge zu Games und Play sowie die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Fragestellungen und kritischen Perspektiven auf Gaming und Interaktivität, um Konventionen und die Grenzen inter-/reaktiver Medien zu hinterfragen.
Von Vorteil wäre Erfahrung in game-engine-basierter und/oder computationaler Medienpraxis mit Schwerpunkten wie kritischen Ansätzen zu Gamification und Verhaltensdesign, Augmented/Virtual/Mixed Reality (AR, VR, MR), algorithmischer Ästhetik, KI-gestützten immersiven Systemen, Echtzeitsimulationen oder Worldbuilding. Erwartet wird die Zusammenarbeit innerhalb der Fächergruppe und darüber hinaus in Forschungs- und Kreativfeldern wie Computational Thinking, 2D- & 3D-Animation, Sound, Literarisches Schreiben, digitale Kunst und Neue Medien.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Betreuung studentischer Projekte. Pädagogische Eignung und Erfahrung sowie Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz werden erwartet. Bei Bedarf werden die Kosten für Sprachkurse in Deutsch/Englisch übernommen, um eine aktive Teilnahme an der Selbstverwaltung der Hochschule zu ermöglichen, insbesondere die Mitarbeit in Gremien und die Weiterentwicklung des Curriculums. Es wird erwartet, dass die*der Bewerber*in ihren*seinen Lebensmittelpunkt im Raum Köln haben wird.
Entscheidendes Kriterium für die Berufung ist eine herausragende künstlerische Befähigung. Weitere Voraussetzungen ergeben sich aus § 29 Kunsthochschulgesetz NRW.
Die Kunsthochschule für Medien Köln setzt sich für ein chancengerechtes und diskriminierungsfreies Lern-, Lehr- und Arbeitsumfeld ein und wirkt auf den Abbau struktureller Barrieren hin (wie z. B. physische, sprachliche, rassistische, altersbedingte, genderspezifische, heteronormative und weitere). Sie beabsichtigt, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen diese unterrepräsentiert sind, zu erhöhen. Frauen werden daher bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt. Die KHM fordert qualifizierte Menschen mit Migrationsgeschichte und BIPoC ausdrücklich zur Bewerbung auf. Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung und ihnen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Interessiert?
Bewerben Sie sich bis zum 15.11.2026 über unser Online-Bewerbungsportal.
- Motivationsschreiben
- Lebenslauf
- entsprechenden Zeugnissen
- einem einseitigen Lehrkonzept und einer Kurzübersicht möglicher Lehrveranstaltungen
- einem Portfolio, das die künstlerische Arbeit dokumentiert (ggf. einschließlich Film-/Video-/interaktiver Arbeitsproben über einen Link zu einer Streaming-Plattform; Hinweis: Es werden maximal 10 Minuten Material gesichtet).
Fragen?
Kontaktieren Sie Prof. Dr. Sarah Ciston (they/any) unter Tel. 0221/20189-208 oder per E-Mail an sarah.ciston@khm.de.
Weitere Aktionen
Ähnliche Jobs per Mail erhalten?
Abonnieren Sie unsere Job-Mail!
Ähnliche Jobs
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Rheinische Hochschule Köln gGmbH