Professur (W3) für Laboratoriumsmedizin Philipps-Universität Marburg
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit.
An der Philipps-Universität Marburg ist zum Sommersemester 2027 am Fachbereich Medizin und der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, am Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik eine
Professur (W3) für Laboratoriumsmedizin
zu besetzen.
Die Professur vertritt das Fach Laboratoriumsmedizin in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Mit ihr ist die standortübergreifende Leitung des Instituts für Laboratoriumsmedizin verbunden. Forschungslabore stehen in Marburg zur Verfügung, die Lehre findet sowohl an der Philipps-Universität Marburg als auch an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Die Krankenversorgung wird für die Standorte Marburg und Gießen mit einem abgestimmten Leistungs- und Schwerpunktspektrum erbracht. Ein MVZ steht an beiden Standorten zur Verfügung. Eine enge Zusammenarbeit mit der Mikrobiologie, Virologie, Humangenetik, Transfusionsmedizin, Pharmakologie und anderen laborführenden, klinischen Fächern wird erwartet. Erwartet wird die strategische Weiterentwicklung der diagnostischen Leistungen unter Integration innovativer Verfahren, die Digitalisierung und Automatisierung von Laborprozessen sowie die Weiterentwicklung datenbasierter Entscheidungsunterstützung in der Krankenversorgung. Hierzu gehört auch die Mitwirkung an einer transparenten und nachhaltigen ökonomischen Steuerung der diagnostischen Versorgung.
In der Forschung sollte sich die Professur in die Schwerpunkte Inflammation / Infektion und / oder Tumorforschung integrieren und die Profilbildung des Fachbereichs im Bereich epitheliale Inflammation strategisch unterstützen. Hierfür soll mit den bestehenden Forschungsverbünden, Instituten und Kliniken kooperiert werden – insbesondere dem TRR 425 „Desmosomale Dysfunktion in Epithelbarrieren“, dem GRK 2573 „Das inflammatorische Tumorsekretom“ und / oder dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Die Professur soll sich zudem bei der Einwerbung von kompetitiven Drittmitteln besonders engagieren und neue Forschungsinitiativen des Fachbereichs Medizin und der Philipps-Universität im Bereich Epitheliale Inflammation aktiv mitgestalten.
Zu den Aufgaben der Professur gehören ein starkes Engagement in der Lehre sowie die Beteiligung an der Curriculumsentwicklung (einschließlich Fortführung der Implementierung des Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin, NKLM) und in interdisziplinären Lehrprojekten. Ebenso erwartet wird die engagierte Mitwirkung in den Nachwuchsförderprogrammen und dem Clinician Scientist-Programm des Fachbereichs Medizin.
Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis. Die mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben der Krankenversorgung werden durch einen Chefarztvertrag mit der UKGM GmbH geregelt.
Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen den Forschungscampus Mittelhessen gegründet; in diesem Rahmen praktizieren die beiden Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte.
Von Ihnen wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschul- und fachbereichsübergreifenden Kooperation in Campus-Schwerpunkten und Profilbereichen sowie die Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet. Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.
Es gelten die Einstellungsvoraussetzungen der §§ 67 und 68 HessHG. Vorausgesetzt sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Humanmedizin, die Anerkennung als Fachärztin / Facharzt für Laboratoriumsmedizin, pädagogische Eignung, Promotion und darüber hinaus wissenschaftliche Leistungen, die durch eine Habilitation bzw. habilitationsgleichwertige Leistungen nachgewiesen oder im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht sein können. Die Voraussetzungen für den Erwerb der fachgebietsbezogenen Weiterbildungsbefugnis müssen gegeben sein.
Die Philipps-Universität misst einer intensiven Betreuung der Studierenden und Promovierenden große Bedeutung zu und erwartet von der Bewerberin / dem Bewerber (m/w/d) eine ausgeprägte Präsenz an der Universität, ein hohes Maß an Engagement auf dem Gebiet der akademischen Lehre und eine intensive Beteiligung an der geplanten Weiterentwicklung der Medizinerausbildung / Medizinerinnenausbildung.
Wir fördern Frauen und fordern diese deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Personen mit Kindern sind willkommen – die Philipps-Universität Marburg bekennt sich zum Ziel der familiengerechten Hochschule. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3) werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Bewerbungsunterlagen (Kopien) sowie die Verwendung des im Internet bereitgestellten Bewerbungsformulars (www.uni-marburg.de/de/fb20/fachbereich/services/formulare) sind bis zum 21.08.2026 unter Angabe der Dienst- und Privatanschrift zu richten an den Dekan des Fachbereichs Medizin, Herrn Univ.-Prof. Dr. Michael Hertl, Baldingerstraße, 35032 Marburg, per E-Mail an
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