Professur (W3) für Neuropathologie Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit.
Am Fachbereich Medizin und der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, ist zum Sommersemester 2027 eine
Professur (W3) für Neuropathologie
zu besetzen.
Die Professur vertritt das Fach Neuropathologie in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Mit ihr ist die Leitung des eigenständigen Institutes für Neuropathologie am Fachbereich Medizin und am Universitätsklinikum Marburg / UKGM verbunden.
Die Aufgaben des Instituts in der stationären und ambulanten Krankenversorgung umfassen das gesamte Spektrum der Neuropathologie einschließlich der elektronenmikroskopischen Diagnostik. Ein besonderer Fokus liegt auf der Neuroonkologie, Epilepsiechirurgie, vaskulären Neuropathologie sowie Untersuchungen des peripheren, auch enteralen Nervensystems. Die Weiterentwicklung der molekularen Neuropathologie als translationalem Ansatz für neue Therapien von Hirntumoren wird ebenso erwartet wie die Zusammenarbeit mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) Marburg. Wünschenswert ist die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie.
In der Forschung sollte sich die Professur in die Schwerpunkte Neurowissenschaften, Inflammation / Infektion und / oder Tumorforschung integrieren und die Profilbildung des Fachbereichs im Bereich Neuroonkologie und / oder Neuroinflammation strategisch unterstützen. Hierfür soll mit bestehenden Forschungsverbünden, Instituten und Kliniken aktiv kooperiert werden. Die Professur soll sich zudem bei der Einwerbung von kompetitiven Drittmitteln, einschließlich Forschungsverbundanträgen, besonders engagieren. Die Mitwirkung in den Nachwuchsförderprogrammen und dem Clinician-Scientist-Programm des Fachbereichs Medizin wird erwartet.
Ebenso wird ein starkes Engagement in der Lehre sowohl in der Humanmedizin als auch in den lebenswissenschaftlichen Studiengängen (Humanbiologie) des Fachbereichs sowie die Beteiligung an der Curriculumsentwicklung, in interdisziplinären Lehrprojekten und der Implementierung des NKLM (Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin) vorausgesetzt.
Gesucht wird ein/e international hervorragend ausgewiesene/r Wissenschaftler/in (m/w/d) im Fachgebiet Neuropathologie mit exzellenter klinisch-diagnostischer Expertise. Teil des Profils sollen herausragende Publikationen und die erfolgreiche Einwerbung von kompetitiven Drittmitteln sowie ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft und starkes Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit sein. Zudem sollten fundierte Lehrkompetenz und -erfahrung nachgewiesen werden.
Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Humanmedizin, pädagogische Eignung, Promotion und darüber hinaus wissenschaftliche Leistungen, die durch eine Habilitation bzw. habilitationsgleichwertige Leistungen nachgewiesen oder im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht sein können. Voraussetzung für die Berufung ist die Anerkennung als Fachärztin / Facharzt für Neuropathologie.
Es gelten die Einstellungsvoraussetzungen der §§ 67 und 68 HessHG.
Die mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben der Krankenversorgung und der Leitung der Klinik werden durch einen Chefarztvertrag mit der UKGM GmbH geregelt.
Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen den Forschungscampus Mittelhessen gegründet; in diesem Rahmen praktizieren die beiden Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte. Von Ihnen wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschul- und fachbereichsübergreifenden Kooperation in Campus-Schwerpunkten und Profilbereichen sowie die Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet. Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.
Die Philipps-Universität misst einer intensiven Betreuung der Studierenden und Promovierenden große Bedeutung zu und erwartet von der Bewerberin / dem Bewerber eine ausgeprägte Präsenz an der Universität, ein hohes Maß an Engagement auf dem Gebiet der akademischen Lehre und eine intensive Beteiligung an der geplanten Weiterentwicklung der Medizinerausbildung / Medizinerinnenausbildung.
Wir fördern Frauen und fordern diese deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Personen mit Kindern sind willkommen – die Philipps-Universität Marburg bekennt sich zum Ziel der familiengerechten Hochschule. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3) werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Bewerbungsunterlagen sowie die Verwendung des im Internet bereitgestellten Bewerbungsformulars (www.uni-marburg.de/fb20/services/formulare) sind bis zum 11.09.2026 unter Angabe der Dienst- und Privatanschrift zu richten an den Dekan des Fachbereichs Medizin, Herrn Univ.-Prof. Dr. Michael Hertl, Baldingerstraße, 35032 Marburg, per E-Mail an berufungen.medizin@uni-marburg.de.
Kontakt
berufungen.medizin@uni-marburg.de
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