W1-Professur (mit Tenure Track nach W2) für Medizinalchemie in der Präzisionsmedizin Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
Befristet
Vollzeit
Bewerbungsfrist: 27.11.2026
Veröffentlicht am: 29.10.2026
Kiel
Am Institut für Experimentelle Medizin, Arbeitsgruppe für Translationale Proteolyseforschung, der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist im Rahmen des Exzellenzclusters PMI - „Precision Medicine in Chronic Inflammation- - zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
W1-Professur (mit Tenure Track nach W2)
für Medizinalchemie in der Präzisionsmedizin
für zunächst drei Jahre (erste Phase) zu besetzen.Der*die zukünftige Stelleninhaber*in vertritt das Fachgebiet Medizinalchemie in der Präzisionsmedizin in Forschung und Lehre.
Die Bereitschaft zur aktiven Integration in den übergeordneten Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät (MF) „Präzisionsmedizin - Forschen, Heilen, Verstehen“ mit den Profilbereichen Entzündung, Onkologie und Neurowissenschaften sowie der Digitalen Medizintechnik (Biomaterialforschung und roboterassistierte Medizin) wird vorausgesetzt.
Die Fakultät verfolgt ein systemmedizinisches Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Um dauerhafte Therapieerfolge auch bei chronischen und unheilbaren Krankheiten zu erreichen und in ethischer Verantwortung für zukünftige Generationen zu handeln, hat sich die Medizinische Fakultät das Leitbild „Nachhaltige Medizin am Meer“ gegeben. Aus der MF ist der Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) hervorgegangen. Die MF ist darüber hinaus federführend und als Partner in mehreren großen nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Eine aktive Teilnahme am und Stärkung des Exzellenzclusters PMI und möglichst eine Beteiligung an laufenden Verbundforschungsvorhaben, wie beispielsweise dem Graduiertenkolleg „Regulation of Membrane Proteins“ (ReMPro) wird erwartet.
Das Forschungsumfeld der Professur bietet darüber hinaus mit den interdisziplinären Forschungsschwerpunkten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) „Kiel Life Science“ (KLS) und „Kiel Nano Surface & Interface Science“ (KiNSIS), den Forschungsaktivitäten in den anderen Fakultäten, insbesondere mit dem Pharmazeutischen Institut, sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Lungenzentrum (FZB) und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön hervorragende Vernetzungsmöglichkeiten. Die Integration in diese Forschungsaktivitäten wird erwartet.
Der Schwerpunkt der Professur liegt auf der hochinnovativen Molekülklasse degradationsinduzierender Wirkstoffe wie Molecular Glues und PROTACs (Proteolysis Targeting Chimeras). Die Entwicklung solcher Wirkstoffe soll gezielt weiter vorangetrieben werden, um neue therapeutische Strategien zur Behandlung chronischer Entzündungen und onkologischer Erkrankungen zu erschließen.
Die*der Kandidat*in soll über durch Publikationen belegte Forschungserfahrung in einem oder mehreren der folgenden Themenfelder verfügen: Ligandenscreens unter Verwendung biophysikalischer und zellulärer Assays, DNA-Encoded-Library-Screens sowie der organischen Synthese und Analytik bivalenter Moleküle, idealerweise unter Nutzung und Entwicklung innovativer Methoden, wie in der Hochdurchsatzsynthese, kombinatorischen Chemie, Late Stage-Funktionalisierung. Erfahrungen in der Adressierung entzündungsrelevanter und onkologischer Zielstrukturen sind wünschenswert. Erwartet werden umfassende Kenntnisse in der organischen Chemie und in modernen Synthesetechniken, nachzuweisen durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Chemie oder Pharmazie oder ein der Anforderung der Professur entsprechender Studienabschluss in den Lebenswissenschaften oder Naturwissenschaften; eine herausragende Promotion in einem der vorgenannten Fächer wird erwartet. Im Weiteren wird eine durch hochwertige Publikationen dokumentierte erfolgreiche Postdoc-Phase vorausgesetzt. Erfahrungen in der Einwerbung von qualifizierten Drittmitteln sowie in der Mitarbeit an interdisziplinären Forschungsprojekten sind erwünscht. Erfahrung mit internationalen Kooperationen sind von Vorteil.
Auf die Einstellungsvoraussetzungen des § 64 in Verbindung mit § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird hingewiesen. Bei positiver Zwischenevaluation der ersten Phase der Juniorprofessur ist beabsichtigt, das Beschäftigungsverhältnis auf Zeit um weitere drei Jahre zu verlängern (zweite Phase).
Nach erfolgreicher Evaluation und bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen des § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein ist es im Weiteren das Ziel, die Professur auf eine W2-Professur ohne Befristung anzuheben. Hierzu wird an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel neben der Zwischenevaluierung der Juniorprofessur ein gesondertes Evaluierungsverfahren, in der Regel während der zweiten Phase der Juniorprofessur, nach geltender Satzung durchgeführt.
Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage www.berufungen.uni-kiel.de.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Mehr zu unseren Werten können Sie unserem Verhaltenskodex entnehmen:
https://www.uni-kiel.de/gf-praesidium/de/recht/interne-richtlinien/verhaltenskodex
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass wir auf die Vorlage von Bewerbungsfotos ausdrücklich verzichten und daher darum bitten, hiervon abzusehen.
Das Vortragssymposium ist für KW 3 bzw. 4 geplant. Wir bitten daher die Bewerber*innen, sich diesen Termin vorsorglich vorzumerken.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, schlüssiges Forschungskonzept für die ersten drei Jahre, Schriftenverzeichnis, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Kopien akademischer Zeugnisse) werden unter Angabe der Privat- und Dienstadresse mit Telefonnummer und E-Mail bis zum 27.11.2026 (vorzugsweise in elektronischer Form) erbeten an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel.
Interessierte erhalten ein Schema zum Aufbau einer Bewerbung an der MF über unsere Homepage: https://www.medizin.uni-kiel.de/de/fakultaet/berufungsverfahren.
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