W2-Professur "Co-Design agrarökologischer Innovationen in Acker- und Grünlandsystemen" Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
Unbefristet
Vollzeit
Bewerbungsfrist: 19.06.2026
Veröffentlicht am: 11.05.2026
Halle (Saale)
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist eine moderne Universität mit einer langjährigen Tradition wissenschaftlicher Exzellenz und einem breiten Spektrum internationaler Partnereinrichtungen. Sie ist die größte Universität in Sachsen-Anhalt mit ca. 20.000 Studierenden, mehr als 3.000 Beschäftigten und einer 500-jährigen Geschichte in der Lehre. Die MLU verfügt über eine hervorragende Zusammenarbeit mit zahlreichen Beteiligten, darunter über 250 Universitäten weltweit, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen.
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) als national und international agierendes Forschungszentrum untersucht mit seinen rund 500 Beschäftigten Wirkungszusammenhänge in Agrarlandschaften und stellt mit exzellenter Forschung der Gesellschaft die Wissensgrundlage für eine nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften bereit. Das ZALF ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält neben dem Hauptstandort in Müncheberg (ca. 35 Minuten mit der Regionalbahn von Berlin-Lichtenberg) weitere Standorte in Dedelow, Paulinenaue und – ab 2026 – in Gießen, Kassel und Geisenheim.
Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung ist an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III – Agrar- und Ernährungswissenschaften, Geowissenschaften und Informatik der MLU und am ZALF zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle im Rahmen des Jülicher Modells zu besetzen:
Gesucht wird eine Persönlichkeit, die mit der von ihr geleiteten Arbeitsgruppe Forschungsansätze zu resilienten und nachhaltigen Acker- und Grünlandsystemen entwickelt und umsetzt. Zentral ist dabei ein Co-Design-Ansatz, in den relevante nichtwissenschaftliche Stakeholder, insbesondere Landwirtinnen und Landwirte, eingebunden werden. Unter Nutzung agrarökologischer Prinzipien sollen innovative Landnutzungssysteme gemeinsam mit den relevanten Akteuren entwickelt, getestet und bewertet werden. Dabei sollen insbesondere Möglichkeiten erkundet werden, die Biodiversitätswirkungen und die Multifunktionalität von Landnutzung zu verbessern (z. B. durch die Integration von Agro-Forst und Agri-PV, die räumliche und zeitliche Diversifizierung von Anbausystemen, die Biotopvernetzung und Schlaggestaltung sowie die landwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moore). Durch die enge Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten, weiteren Landbesitzenden und -nutzenden, Verwaltungen, Marktakteuren und Politikgestalterinnen und -gestaltern soll die Machbarkeit und Skalierbarkeit der landbezogenen agrarökologischen Innovationen gemeinsam mit weiteren Arbeitsgruppen des IAT sichergestellt werden.
Aufgaben und Qualifikation
Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber soll im Netzwerk der verschiedenen Reallabore geeignete Experimente (Feld-, On-Farm- und/oder Landschaftsexperimente) durchführen. Die Ausweitung auf weitere Regionen und Länder ist willkommen. Die Forschung soll zur Weiterentwicklung von Methoden des Co-Designs beitragen. Wir erwarten dazu eine intensive Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen weiterer Programmbereiche des ZALF, dem IAT und dem Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU.
Vorausgesetzt wird eine Promotion im Bereich Agrar- bzw. Nutzpflanzenwissenschaften oder verwandten Wissenschaften sowie international sichtbare und exzellente Publikationen sowie Drittmitteleinwerbungen aus kompetitiven und exzellenzorientierten Programmen. Erfahrungen im Experimentierwesen (Feld-, On-Farm- und/oder Landschaftsexperimente) und Expertise im Monitoring und bei der Analyse von Daten zu Acker- oder Grünlandsystemen (inklusive ihrer Dynamiken und Interaktionen mit Böden, Wasser und Biodiversität) werden ebenso vorausgesetzt wie Erfahrungen in der Zusammenarbeit in inter- und transdisziplinären Teams. Ein starkes Interesse und Motivation zur transdisziplinären Arbeit im Co-Design mit diversen Akteuren aus der landwirtschaftlichen Praxis sind erwünscht.
Die Professur hat eine Lehrverpflichtung von zwei Semesterwochenstunden an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Weitere Aufgaben, u. a. aus dem Bereich der akademischen Selbstverwaltung, ergeben sich aus § 34 des Hochschulgesetzes Sachsen-Anhalt.
Personen, die sich bewerben, müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 35 des Hochschulgesetzes Sachsen-Anhalt erfüllen. Einstellungsvoraussetzungen sind insbesondere eine einschlägige Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen und pädagogische Eignung.
Die MLU und das ZALF streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordern qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.
Die MLU ist seit 2009 als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert, das ZALF entsprechend durch das Audit Beruf und Familie. Beide Einrichtungen verstehen sich als familienfreundlich und unterstützen aktiv bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen werden ausschließlich elektronisch über das Berufungsportal der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter
https://berufungsportal.uni-halle.de/
bis zum 19.06.2026 erbeten. Mit der Bewerbung sollen neben einem Anschreiben ein aussagekräftiger Lebenslauf einschließlich des wissenschaftlichen Werdegangs, ein Publikationsverzeichnis, der Nachweis universitärer Lehrerfahrung und eine Dokumentation der Erfolge und Erfahrungen in der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten sowie eine Darlegung der Vorstellungen zu zukünftigen Forschungsvorhaben, die das Forschungsumfeld an der MLU und dem ZALF nutzen und einbinden (maximal 2–3 Seiten), hochgeladen werden. Kopien von Zeugnissen und Dokumenten, ggf. weiteren Darstellungen zu wichtigen Funktionen oder Tätigkeiten in Organisationen, zu Vorträgen, Weiterbildungen oder Qualifikationen werden ebenso erbeten.
Für weitergehende fachinhaltliche Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Klaus Jacob (klaus.jacob@zalf.de; Telefon: +49 (0) 33432 82 260) und Prof. Dr. Frank Ewert für Ausrichtung und Einbettung der Stelle (dir-office@zalf.de, Telefon: +49 (0) 33432 82 200).
Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen an diese E-Mail-Adressen nicht berücksichtigt werden.
Bei Nachfragen zum Berufungsportal wenden Sie sich bitte an den Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät III und Vorsitzenden der Berufungskommission, Herrn Prof. Dr. Matthias Müller-Hannemann (E-Mail: dekanat@natfak3.uni-halle.de).
Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen. Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nicht erstattet.
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) als national und international agierendes Forschungszentrum untersucht mit seinen rund 500 Beschäftigten Wirkungszusammenhänge in Agrarlandschaften und stellt mit exzellenter Forschung der Gesellschaft die Wissensgrundlage für eine nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften bereit. Das ZALF ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält neben dem Hauptstandort in Müncheberg (ca. 35 Minuten mit der Regionalbahn von Berlin-Lichtenberg) weitere Standorte in Dedelow, Paulinenaue und – ab 2026 – in Gießen, Kassel und Geisenheim.
Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung ist an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III – Agrar- und Ernährungswissenschaften, Geowissenschaften und Informatik der MLU und am ZALF zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle im Rahmen des Jülicher Modells zu besetzen:
W2-Professur „Co-Design agrarökologischer Innovationen in Acker- und Grünlandsystemen“
Die Position ist Teil des Innovationszentrums für Agrarsystemtransformation (IAT). Das IAT ist eine Erweiterung des ZALF um einen Bereich, in dem Forschung in und mit landwirtschaftlichen Reallaboren betrieben, wie auch über deren Entwicklung geforscht wird. Im Rahmen des IAT werden insgesamt fünf dauerhafte Reallabore in für die Landwirtschaft in Deutschland typischen Regionen entwickelt. Die insgesamt 19 Arbeitsgruppen des IAT führen inter- und transdisziplinäre Forschung zu unterschiedlichen Anbausystemen durch. Dabei werden Wertschöpfungsketten entwickelt, die Wirkungen der entwickelten Innovationen umfassend beobachtet und bewertet sowie die Forschung in Reallaboren wissenschaftlich reflektiert.Gesucht wird eine Persönlichkeit, die mit der von ihr geleiteten Arbeitsgruppe Forschungsansätze zu resilienten und nachhaltigen Acker- und Grünlandsystemen entwickelt und umsetzt. Zentral ist dabei ein Co-Design-Ansatz, in den relevante nichtwissenschaftliche Stakeholder, insbesondere Landwirtinnen und Landwirte, eingebunden werden. Unter Nutzung agrarökologischer Prinzipien sollen innovative Landnutzungssysteme gemeinsam mit den relevanten Akteuren entwickelt, getestet und bewertet werden. Dabei sollen insbesondere Möglichkeiten erkundet werden, die Biodiversitätswirkungen und die Multifunktionalität von Landnutzung zu verbessern (z. B. durch die Integration von Agro-Forst und Agri-PV, die räumliche und zeitliche Diversifizierung von Anbausystemen, die Biotopvernetzung und Schlaggestaltung sowie die landwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moore). Durch die enge Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten, weiteren Landbesitzenden und -nutzenden, Verwaltungen, Marktakteuren und Politikgestalterinnen und -gestaltern soll die Machbarkeit und Skalierbarkeit der landbezogenen agrarökologischen Innovationen gemeinsam mit weiteren Arbeitsgruppen des IAT sichergestellt werden.
Aufgaben und Qualifikation
Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber soll im Netzwerk der verschiedenen Reallabore geeignete Experimente (Feld-, On-Farm- und/oder Landschaftsexperimente) durchführen. Die Ausweitung auf weitere Regionen und Länder ist willkommen. Die Forschung soll zur Weiterentwicklung von Methoden des Co-Designs beitragen. Wir erwarten dazu eine intensive Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen weiterer Programmbereiche des ZALF, dem IAT und dem Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU.
Vorausgesetzt wird eine Promotion im Bereich Agrar- bzw. Nutzpflanzenwissenschaften oder verwandten Wissenschaften sowie international sichtbare und exzellente Publikationen sowie Drittmitteleinwerbungen aus kompetitiven und exzellenzorientierten Programmen. Erfahrungen im Experimentierwesen (Feld-, On-Farm- und/oder Landschaftsexperimente) und Expertise im Monitoring und bei der Analyse von Daten zu Acker- oder Grünlandsystemen (inklusive ihrer Dynamiken und Interaktionen mit Böden, Wasser und Biodiversität) werden ebenso vorausgesetzt wie Erfahrungen in der Zusammenarbeit in inter- und transdisziplinären Teams. Ein starkes Interesse und Motivation zur transdisziplinären Arbeit im Co-Design mit diversen Akteuren aus der landwirtschaftlichen Praxis sind erwünscht.
Die Professur hat eine Lehrverpflichtung von zwei Semesterwochenstunden an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Weitere Aufgaben, u. a. aus dem Bereich der akademischen Selbstverwaltung, ergeben sich aus § 34 des Hochschulgesetzes Sachsen-Anhalt.
Personen, die sich bewerben, müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 35 des Hochschulgesetzes Sachsen-Anhalt erfüllen. Einstellungsvoraussetzungen sind insbesondere eine einschlägige Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen und pädagogische Eignung.
Die MLU und das ZALF streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordern qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.
Die MLU ist seit 2009 als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert, das ZALF entsprechend durch das Audit Beruf und Familie. Beide Einrichtungen verstehen sich als familienfreundlich und unterstützen aktiv bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen werden ausschließlich elektronisch über das Berufungsportal der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter
bis zum 19.06.2026 erbeten. Mit der Bewerbung sollen neben einem Anschreiben ein aussagekräftiger Lebenslauf einschließlich des wissenschaftlichen Werdegangs, ein Publikationsverzeichnis, der Nachweis universitärer Lehrerfahrung und eine Dokumentation der Erfolge und Erfahrungen in der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten sowie eine Darlegung der Vorstellungen zu zukünftigen Forschungsvorhaben, die das Forschungsumfeld an der MLU und dem ZALF nutzen und einbinden (maximal 2–3 Seiten), hochgeladen werden. Kopien von Zeugnissen und Dokumenten, ggf. weiteren Darstellungen zu wichtigen Funktionen oder Tätigkeiten in Organisationen, zu Vorträgen, Weiterbildungen oder Qualifikationen werden ebenso erbeten.
Für weitergehende fachinhaltliche Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Klaus Jacob (klaus.jacob@zalf.de; Telefon: +49 (0) 33432 82 260) und Prof. Dr. Frank Ewert für Ausrichtung und Einbettung der Stelle (dir-office@zalf.de, Telefon: +49 (0) 33432 82 200).
Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen an diese E-Mail-Adressen nicht berücksichtigt werden.
Bei Nachfragen zum Berufungsportal wenden Sie sich bitte an den Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät III und Vorsitzenden der Berufungskommission, Herrn Prof. Dr. Matthias Müller-Hannemann (E-Mail: dekanat@natfak3.uni-halle.de).
Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen. Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nicht erstattet.
Wenn Sie sich bewerben, erheben und verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten gemäß Artikel 5 und 6 der EU-DSGVO nur zur Bearbeitung Ihrer Bewerbung und für Zwecke, die sich durch eine mögliche zukünftige Beschäftigung bei der MLU bzw. dem ZALF ergeben. Nach sechs Monaten werden Ihre Daten gelöscht.
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