Ihre Aufgaben:
Das Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung (ITG) widmet sich in Forschung und Lehre gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung der Gesundheitsforschung und Gesundheitsversorgung. Im Zentrum stehen kulturell geprägte Konzepte von Gesundheit, Krankheit, Heilung und Menschenbild. Die Arbeit des Instituts basiert auf dem bio-psychosozialen Modell und integriert qualitative und quantitative Forschungsmethoden sowie psychologische, sozialarbeiterische, therapeutische und medizinische Ansätze.
- Sie arbeiten als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in an folgenden Inhalten und Aufgaben des Promotionsprojekts: "Breaking the Cycle: Transgenerationale, trauma-informierte Interventionen für von Genozid betroffene Gruppen"
- Analyse der Auswirkungen von Genozid und transgenerationalem Trauma auf Individuen, Familien und Communities unter besonderer Berücksichtigung wahrgenommener Ungerechtigkeit
- Entwicklung und Weiterentwicklung eines ökologischen Modells zur Erklärung von Transmissionsmechanismen historischer Traumata unter Einbezug politischer, rechtlicher und historischer Rahmenbedingungen
- Durchführung einer mehrstufigen Bedarfsanalyse auf individueller, familiärer und gemeinschaftlicher Ebene
- Erhebung qualitativer Daten mittels leitfadengestützter Fokusgruppeninterviews mit Betroffenen und deren Nachkommen sowie Expert*inneninterviews (u. a. aus Traumatherapie, Neurowissenschaften, Pädagogik, Sozial- und Rechtsarbeit)
- Entwicklung eines kultursensiblen diagnostischen Instruments (halbstrukturierter Interviewleitfaden) zur Erfassung der Ausprägungen historischen und transgenerationalen Traumas
- Konzeption eines interdisziplinären Interventionsmodells als Ergänzung bestehender traumatherapeutischer Ansätze (individuelle, familiäre und community-basierte Interventionen)
- Perspektivische Evaluation der entwickelten Ansätze in einem Mixed-Methods-Design
Zu den weiteren Aufgaben gehört die Mitarbeit im Lehrbetrieb des Masters für Transkulturelle Traumapädagogik und die Betreuung von Abschlussarbeiten.
Ihr Profil:
- abgeschlossenes Masterstudium in Psychologie, Public Health, Sozialer Arbeit, Erziehungswissenschaften oder einem vergleichbaren Fach
- sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- fundierte Kenntnisse in qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden (z. B. SPSS, R)
- Bereitschaft zu Auslandsreisen
- Interesse an Interventionsentwicklung und -implementierung
- selbstständige, strukturierte Arbeitsweise sowie Teamfähigkeit
Unser Angebot:
- Eine anspruchsvolle wissenschaftliche Qualifikationsstelle in einem international ausgerichteten Forschungsumfeld.
- Einen modern ausgestatteten Arbeitsplatz am Standort des Instituts in Stuttgart sowie ein kollegiales Arbeitsklima.
- Unterstützung im Rahmen einer Dual-Career-Beratung für Partner*innen.
- Mit einem interessanten und vielseitigen Fortbildungsprogramm fördern wir Ihre fachliche und persönliche Weiterentwicklung.
- Unser Gesundheitsmanagement bietet Ihnen zudem ein umfangreiches Angebot.
- Als familiengerechte Hochschule unterstützen wir Sie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
- Sie erhalten eine Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) mit der im öffentlichen Dienst üblichen betrieblichen Zusatzversorgung.
- Wir sind gut an den ÖPNV angebunden und unterstützen Ihre Mobilität mit dem JobTicket BW und dem Jobbike.